Die Freie Waldorfschule Kufstein bietet für Kinder in den Klassen eins bis vier die Grundschulausbildung nach den Prinzipien und Methoden der Waldorfpädagogik.

Das bedeutet, dass die Unterrichtsinhalte und Unterrichtsformen auf die Prozesse kindlichen Lernens und die Stufen menschlicher Entfaltung in der Kindheit abgestimmt werden. 

Das Kind hat somit Zeit für seine individuellen Entwicklungsschritte.

Die Methodik des Unterrichtes beruht auf folgendem Prinzip: Zuerst tut und erlebt das Kind etwas, dann blickt es auf diese Tätigkeit zurück und erkundet das Erlebte; zuletzt prägt es sich dies in die Erinnerung ein, hat seinen Lern-, Übe-oder Merkstoff.

So folgt der Intellekt dem tätigen Erleben mit dem Effekt, dass ich alles Erlernte tiefer und lebendiger in die Erinnerung einprägt. Lernen durch Selbermachen bedeutet auch eine vielseitige Betätigung der Sinne. Körpersinne wie Tasten, Bewegung, Gleichgewicht werden angeregt und fördern die körperliche Entwicklung und Geschicklichkeit, sie sind zugleich koordiniert mit den Umweltsinnen wie Sehen, Hören. Diese Vernetzungen fördern einerseits praktische Intelligenz, andererseits die Sozialkompetenz, da viele Tätigkeiten und Spiele gemeinsam erlebt werden.

Ein wesentliches Unterrichtsprinzip ist der „bildhafte“ Unterricht. Die Tatsachen werden so behandelt, dass die Schüler zusammen mit dem Anschaulichen auch das Gesetzmäßige und Wesenhafte der Dinge im Sinne echter Bilder verstehen und erleben lernen.

So erfahren die Kinder die Welt innerlich reich, nicht erklärend (in den ersten Schuljahren), sondern beschreibend, voller Freude und Schönheit.